JUNI 2015

Niederländisch - Deutsche Kooperation geglückt

Das Recyclingunternehmen Van Vliet Contrans, Teil der Shanks Group Niederlande, ist seit mehr als 70 Jahren ein Begriff in der Abfallwirtschaft für die Region Süd-Holland. Van Vliet Contrans konzentriert sich auf die Sammlung und Verarbeitung verschiedenster Abfälle an unterschiedlichen Standorten. Am Standort in Hoek van Holland, im Süden der Niederlande, werden jährlich 200.000 Tonnen Grünabfälle in nachhaltige Produkte, wie zertifizierten Kompost und Biomasse hergestellt.

Cassander van der Molen (Geschäftsführer) sagt: „Die fertigen Produkte werden in der Landwirtschaft, Gartenbau, Gartenarbeit und auf Blumenfeldern eingesetzt. Unsere Kunden bekommen bei uns Material bester Qualität, um die Bodenstruktur ihrer Felder und Plantagen zu verbessern. Und das zu günstigen Preisen. Wir leben die Nachhaltigkeit der Kreislaufwirtschaft  und den Leitspruch unseres Unternehmens: Make more from waste. “

Vor etwa 1 ¼ Jahren wurde eine Anlage für die Verarbeitung von biogenen Abfällen aus der Kompostierung in Betrieb genommen.

Vorne: Van Vliet Contrans Verwaltungsgebäude in Hoek van Holland.
Im Hintergrund: Produktionshalle und Tunnelkompostierung.

Peter van der Water (Betriebsleiter) beschreibt die Aufgabenstellung wie folgt:

„Wir waren auf der Suche nach Maschinentechnik, die unser Material nach unseren Vorstellungen verarbeiten kann. Die Aufgabe ist eine Herausforderung, denn auf unserer Kompostierungsanlage in Hoek van Holland fallen täglich 500 Tonnen Bio- und Grünabfall an, die aufbereitet werden müssen. Wir benötigen dafür eine Anlage, die 150m³ pro Stunde verarbeiten kann. Die Feinabstimmung der Planung dieser Anlage haben wir zusammen mit den Technikern von Neuenhauser Umwelttechnik gemacht. Schließlich verfügen wir über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit den uns angelieferten Abfällen.“

Der Aufgabebunker ist als Kratzkettenförderer ausgeführt und hat ein Fassungsvermögen von 30m³.

Die mechanische Aufbereitung:
Das fertig kompostierte Material wird direkt aus einem der 16 Rottetunnel in den 30m³ großen Dosierbunker aufgegeben. Eine spezielle Dosiereinheit gewährleistet einen gleichmäßigen Materialaustrag auf die nachfolgenden Förderbänder und Siebtrommeln. Diese teilt die Fraktionen in die Korngrößen  0-12mm / 12-40mm / 40-80mm / >80mm. Das Überkorn >80mm wird über eine Handsortierung von weiteren Störstoffen befreit.

Sowohl der Materialeintrag, als auch Austrag aus den 16 Rotteltunneln wird von Radladern durchgeführt.

150m³ Kompost pro Stunde wird über die zwei unabhängig voneinander regelbaren Siebtrommeln in die geforderten Fraktionen getrennt. 

„Nach einiger Zeit im Anlagenbetrieb mussten wir aufgrund des inhomogenen Inputmaterials feststellen, dass wir an der einen oder anderen Stellschraube zur Optimierung des Aufbereitungsprozess drehen mussten. Gemeinsam mit den Verantwortlichen von Neuenhauser Umwelttechnik haben wir eine gute Lösung erarbeitet. Die Siebtrommel ist zum Beispiel mit einer weiteren, selbstangetriebenen Bürste ausgestattet worden. Auch die Dosiereinheit des 30m³ großen Aufgabebunkers wurde modifiziert und funktioniert einwandfrei. “, so Peter van der Water weiter.

Die Siebtrommeln und Teile der Handsortierkabine.

„Das Konzept von Neuenhauser Umwelttechnik, als auch der Preis dieser Anlage hat uns gut gefallen. Deshalb haben wir den Auftrag an Neuenhauser vergeben. Die geringe Entfernung zur Produktionsstätte in Deutschland ist zudem ein Vorteil für uns,“ so Cassander van der Molen.

Fazit: Make more from waste!

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